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Pascal Gabriel ist geborener Belgier und startete seine musikalische Karriere im spätsiebziger London mit Remixen von Kultkünstlern wie Marc Almond, Yello und Can. In den späten 80ern gab es für ihn einige Nr. 1 Hits mit Theme von S-Express und Bomb the Bass’ Durchbruch Beat Dis. Seit dem arbeitete er mit namhaften Künstlern und Bands von New Order, Erasure bis zu Debbie Harry (aka Blondie) und war schließlich co-writer von DIDOs Here with me und No Angel – den Hammersingles aus DIDOs Millionenseller No Angel.
Nun in 2010 bringt er einen neuen jungen Act mit seiner Arbeit in die Charts: Marina and the Diamonds. Wie das zustande kam erzählte er uns:
Pascal, du hast für und mit Marina and the Diamonds geschrieben und produziert. Die werden gerade riesig erfolgreich in Europa.
Grossartig, das höre ich sehr gerne!
In welchen Tracks des Albums ist denn Reason zum Einsatz gekommen?
Das wären die Tracks ‘Shampain’, ‘Rootless’, und ‘Girls’, alle vom Debutalbum. ‘Shampain’ wird außerdem die neue Singleauskopplung in England. Darüber hinaus gibt es noch den Bonustrack ‘Sinful’, an dem ich auch beteiligt bin. Alles ist gemeinsam mit Marina entstanden, das Schreiben, das Produzieren und der Mix.
Welche Sounds hast Du verwendet?
Hauptsächlich Thor & NN-XT Sounds, direkt aus meinem Melophobia Machine ReFill – zufälligerweise war ich gerade dabei es zusammen zu stellen als ich mit Marina zu arbeiten begann. Also wollte ich die Sounds natürlich testen. Als DAW benutze ich Logic, die Sounds kommen jedoch alle von Reason, das immer im Hintergrund läuft, weil ich die Sounds einfach liebe und es für mich einfach inspirierend ist.
Wart ihr gemeinsam im Studio, oder hast Du erst mal für Dich gearbeitet?
Die gesamte Arbeit fand grundsätzlich zusammen mit Marina statt. Ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Sie ist hyper-kreativ, so talentiert und es macht großen Spaß mit ihr im Studio zu sein – abgesehen davon ist sie außerdem eine großartige Sängerin. Der gesamte Prozess war wie bunter, kreativer Ausflug.
‘Girls’ und ‘Shampain’ sind in meinem Londoner Studio entstanden. Dann kam mich Marina in meinem “Studio 2” besuchen, in Südfrankreich, das übrigens größer ist als mein Studio 1 . Dort schrieben wir gemeinsam Rootless und Sinful. Nach einer Weile kam Marina dann für letzte Overdubs , Kleinigkeiten und zum mischen nochmals nach Frankreich.
Wie entstanden die Songs? Wo kamen die Ursprungsideen her?
Normalerweise kommt Marina immer mit einem Piano Part an, den sie in Garageband vorbereitet hatte. Das schnippelten wir dann auseinander und haben durch zerstören ihres „inspirierten Genudels“ eine Art Songstruktur gebastelt. Dann ging es meistens mit Bass und Drums aus ReDrum los. Die Bass Patches waren alles Combinators aus meinem Melophobia ReFill. Anschließend wurde ausproduziert mit diesem und jenem, hauptsächlich mit Thor Patches.
Und wie kam zum Schluss alles zusammen?
Sobald ich glücklich mit einem Track bin und alle Feinarbeit ist abgeschlossen ist wurden alle Reason Parts als Audio gerendert und in Logic gemischt… Wobei ich diesen Sommer ausgiebig Record ausprobieren werde ,um zu sehen wie komfortabel es wohl damit geht.
Das gleiche Setup verwende ich auch gerade bei meinem aktuellen Projekt mit Ladyhawke, ihrem zweiten Album und Will Young ebenso.
Du bist ganz schön umtriebig. Vielen Dank für Deine Zeit und alles Beste für Deine Zukunft!
Danke, Euch auch!
Die Sounds von Pascal: sein Melophobia Machine ReFill steht jedem zur Verfügung. Besucht den Propshop.